spacepraxis

stadt behandeln

Das „PartiMobil“

Blaulicht flackert durch die Nacht.
Das Heulen der Sirenen hallt schrill.
Nicht, dass ich euch beunruhigen will,
doch nur gemeinsam sind wir die größere Macht.

Werden wir uns des Problems mal gewahr:
Zwar ist hier keiner in ernster Gefahr,
nicht wirklich geht es um Leben und Tod.
Doch ist die Stadtgesellschaft in Not.

Es geht um das Leben, von denen,
die täglich der Stadt das Leben geben.

Die Stadt hat weit klaffende Wunden,
Sie ist von Investoren Projekten geschunden.
Grundstücke, Brachen sie werden verkauft,
Sich dann erst danach in Gräme die Haare gerauft.

Doch jetzt kommt endlich etwas ins Rollen
und ich glaube, dass wir ihm folgen sollen.
Ein Gefährt mit symbolischer Kraft,
das auf die Probleme aufmerksam macht.

Es fährt von einem zum anderen Ort.
Jedes mal ein neues Ziel.
Ich beschreibe es jetzt mit einem einzigen Wort:
Es ist das Partizipationsmobil.

Braucht ein leeres Gebäude dringend Aufmerksamkeit,
steht das Mobil wie ein Verbandskasten bereit.

Niederschwellig und ohne viel Glanz,
steht es vor Grundstücken von Relevanz.
Jene, mit viel Potential fürs ganze Geviert.
Mit der Hoffnung dass es jetzt besser wird.

Hier wird verbunden, verknüpft, vereint und vernetzt.
Hier wird gesammelt was jeder und jede hasst oder schätzt,
was jedes Kind sich sehnlichst wünscht oder bitter vermisst
bevor man erneut beim Planen die Meinung der Menschen vergisst.

Die Klüfte sind groß zwischen Stadt und Gesellschaft.
Wir müssen handeln bevor die Verwaltung ihr Urteil gefällt hat.
Stürzen wir uns ins verbale Gefecht.
Und erstreiten uns das Mitspracherecht.

Wir fordern Gespräche und noch mehr Diskussion.
Erst dann verstehen auch wir die Gegenposition.
Lieber starten zu streiten, als zerstritten zu bleiben.
Wir können der Stadt uns als mündige Bürger zeigen.

Das Mobil bringt alle zusammen und bietet den Raum,
um nach den Bedürfnissen aller zu schau’n.

Zu ist die Wunde, sie ist verheilt.
Viele Stunden haben wir dort verweilt.
Haben uns gekümmert und viel gepflegt.
Hip Hip Hurra, die Stadt, sie lebt.

aktuelles

Mobilitätswoche Stuttgart 2021

Unter dem Titel
„Experimentieren für den Wandel. Future City Lab_Universität Stuttgart – Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“
wird im Rahmen der Stuttgarter Mobilitätswoche 2021 eine Ausstellung gezeigt, die sich diesem Projekt widmet.

Die Idee eines „Reallabors für nachhaltige Mobilitätskultur“ in Stuttgart gewann seit 2015 durch die Landesförderung an Gestalt. In einem der ersten, damals neuartigen, Forschungsprojekte im Land Baden-Württemberg machten sich Wissenschaft, Verwaltung, Unternehmen und die Bürgerschaft gemeinsam auf den Weg, eine Mobilitätskultur zu entwickeln, die nicht nur Ressourcen schont, sondern auch Gesundheit und körperliche Bewegung unterstützt, sozialen Austausch fördert und neue Lebens- und Aufenthaltsqualitäten in der Stadt schafft.

Das Reallabor hat als experimentelle Zukunftswerkstatt und kooperative Plattform den Austausch zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik in Stuttgart und der Region vorangetrieben.
Der Fokus der Ausstellung richtet sich auf die Realexperimente – das Kernstück des Reallabors. Gemeinsam mit den zivilgesellschaftlichen Pionieren des Wandels wurden sie in der realen Welt – im „Labor Stadt“ – durchgeführt. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf ihre Entstehung und Umsetzung während der fünfjährigen Projektlaufzeit, aber auch auf die Zeit danach.
Wo stehen die Initiativen heute? Und was bedeutet für sie DAS REALLABOR?

Ort&Zeit
MüZe Süd/LABOR SÜD
Böblingerstraße 44
70199 Stuttgart

Mo-Sa 17.00 – 19.00 Uhr
Ein Teil der Ausstellung wird im Schaufenster gezeigt und kann zu jeder Zeit besichtigt werden.

Veranstalter und Kooperation
MüZe Süd/LABOR SÜD in Kooperation mit spacepraxis, Wanderbaumallee Stuttgart, Educatio Digitale Lernsysteme GmbH mit Dreiv. Digital lernen. Optimal fahren., Velorista – bewegt Momente und mit dem Internationalen Zentrum für Kultur‐ und Technikforschung (IZKT) | Universität Stuttgart, unterstürzt von Stuttgarter Change Labs | Universität Stuttgart